Zusammenführung

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Am Freitag, den 11.08.06 sind wir nach Hannover gefahren, um ein Partnerböckchen für unseren Tommy auszusuchen.

Zuvor habe ich mich im Internet über Vergesellschaftungen von Chinchillas informiert. Wie man Chins vergesellschaftet ist ein umstrittenes Thema. Es gibt verschiedene Varianten:

- Transportboxmethode

- Käfig an Käfig

- Käfig in Käfig

- beim Auslauf

Die meisten wenden die Transportboxmethode an, da diese die schnellste und effektivste Methode ist. Des Weiteren ist sie für Anfänger die einfachste Methode. Die Tiere haben keinen Platz um sich aus dem Weg zu gehen, die Gerüche werden schneller ausgetauscht. Wenn man die Box durch die Gegend trägt oder mit ihnen Auto fährt (schon wenn man das neue Tier holt), dann bekommen sie Angst und kuscheln sich aneinander und denken nicht daran sich zu beißen. Einige sagen das wäre Tierquälerei, aber bei dieser Methode hat man die Tiere unter Kontrolle und man kann besser handeln und eingreifen, wenn sie sich beißen.

Die Käfig an Käfig - Methode ist sehr langwierig. Dabei werden die Käfige erst mal aneinander gestellt, damit sich die Tiere erst mal sehen, riechen und hören. Ich persönlich halte von der Methode sehr wenig, da die Tiere dann ihre Rangordnung nicht ausfechten können und sich vermehrt Aggressionen aufbauen.

Bei der Käfig in Käfig - Methode wird das alte Tier in einem kleinen Käfig oder Transportbox in den großen gestellt, das neue Tier kommt in den großen Käfig. Die Tiere können ihre Rangordnung nicht ausfechten und Aggressionen bauen sich auf. Von der Methode halte ich genauso wenig.

Die Auslauf - Methode ist nur was für Profis. Die Tiere werden auf neutralem Raum laufen gelassen. Man muss die ganze Zeit dabei sein und die Chinchillas genau kennen.

Die Zusammenführung bei Tommy und Charly

Tommy haben wir in der Transportbox mitgenommen und wollte die zwei in der Box vergesellschaften, über Nacht drin lassen und am nächsten Tag in den Kaninchenkäfig packen. Den großen Käfig mit Essigessenz auswaschen und verändern. Es ist dann aber etwas anders gekommen, als ich mir das vorgestellt habe.

In Hannover angekommen, sind wir erst mal nach unserem Geschmack gegangen und haben einen 8 Monate alten Bock ausgesucht, dessen Fell für ein Standardböckchen sehr samtig ist und auf dem Rücken etwas schwarz. In dem Chinchillazimmer stand noch ein kleiner Käfig. Dort kamen die zwei rein. Für beide war der kleine Käfig neutral und es passierte nichts. Beide sind etwas im Käfig rum geklettert, haben sich Nase an Nase beschnuppert. Kein Jagen, kein meckern, keine Pipiduschen, kein Beißen. Die Züchterin sagte, dass die zwei sich verstehen werden, sonst wäre schon bei der ersten Begegnung etwas passiert. Das demonstrierte sie uns, indem sie ein Böckchen zu einem Weibchen setzte, die beide sofort aufeinander los gegangen sind und sich richtig gekloppt haben.

Also gut, wir die zwei dann nach einer Viertelstunde in die Box gepackt und mitgenommen. Sie sagte uns, wir könnten sie gleich in den großen Käfig von Tommy reinsetzen. Die Methode mit der Transportbox wäre ja Quälerei. Na ja so geheuer war mir das nicht, denn ich hätte den Käfig von Tommy wenigstens mit Essigessenz auswaschen müssen (wie ich das auch geplant hatte). Norbert meinte, ich könnte es ja einfach mal probieren. OK in Wolfburg angekommen wurden die zwei in den Käfig gesteckt. Es blieb größtenteils weiter ruhig. Es gab kurz Streit um den Platz in der Röhre. Aber letztendlich schlief Tommy in der Röhre und Charly im Häuschen.

Gegen 17 Uhr gab es dann doch etwas mehr Knatsch als die zwei langsam wach wurden und Tommy in sein Haus wollte. Dort saß aber schon Charly, das gefiel unserem Tommy gar nicht. Bevor sie sich richtig zoffen und beißen haben wir sie wieder in die  Box gesteckt. Dort war wieder Ruhe. Also habe ich Norbert vorgeschlagen wenigstens ein neues Häuschen zu besorgen und sie Bretter anders anzuordnen und mit Essigessenz zu schrubben. Er sagte, ach wenn wir sowieso den Käfig auseinander nehmen, dann können wir gleich neue Bretter kaufen und ganz neu einrichten. Gesagt getan.

Damit die Chins die Nacht nicht in der Box verbringen mussten, habe ich den kleinen Kaninchenkäfig eingerichtet und die zwei Racker reingesetzt. Es blieb ruhig. Sie haben den Käfig mit dem neuen Häuschen, der neuen Kloecke und dem geschrubbten Sandbad erkundet. Dort blieben sie ca. 4 Stunden drin, bis Charly der Meinung war sich durch die Gitterstäbe zu quetschen. Also mussten sie über Nacht doch in die Box (natürlich mit Wasser, Heu und Pellets). Der große Käfig war schon auseinander gebaut und zum sägen und schrauben inzwischen schon zu spät (22 Uhr).

Am nächsten Morgen wurden dann die Bretter zurecht gesägt und der Käfig neu eingerichtet.

Und nun ein paar Bilder:

im kleinen Kaninchenkäfig

Tommy rammelt bei Charly (Teil der Rangordnung)

wieder in der Box

Der Käfigumbau

noch ohne Bretter

Norbert beim Bauen

Fertig

Tommy guckt aus der Röhre, Charly sieht man nicht (der sitzt auf dem Häuschen)

OK der Käfig ist klein, aber die zwei werden jeden Tag mehrere Stunden raus gelassen, wenn sie sich richtig verstehen und Charly sich an uns gewöhnt hat. Wir beabsichtigen umzuziehen (sobald eine entsprechende Örtlichkeit gefunden ist) und dann wird ein Schrankkäfig gebaut. Gleich größer, da wir noch ein paar andersfarbige Chins haben möchten.

Seit Samstag, den 12.08.06 sind sie zusammen im umgebauten Käfig und es ist weiterhin ruhig geblieben. Die ersten beiden Nächte habe ich fast durch gemacht um mitzubekommen, wenn doch etwas passieren sollte und auch jetzt noch bleiben die Türen Nachts offen.

Stand: 25.08.06

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